Mit drei Wörtern aus der Pandemie
22.11.2021 16:52

Es gibt ihn, den Weg aus der Pandemie! Und jeder Mensch kann diesen Weg aus eigener Kraft bestreiten. Er besteht gerade mal aus drei Wörtern. In ihnen steckt die Kraft, das Leben in seinen Grundsätzen erbeben zu lassen, den Menschen selbst unantastbar zu machen – ja, eine ganze Welt zu verändern. Und diese drei Wörter lauten: «Überwinde die Angst!»

 

Die «Könnte»-Angst

Nicht die Angst als körperliche Reaktion auf eine unmittelbare Gefahr. Die hat ihr Gutes, sie lässt den Menschen Adrenalin ausschütten, damit er kämpfen oder fliehen kann. Nein, zu überwinden ist die Angst in unserem Kopf, nennen wir sie die «Könnte»-Angst: Ich könnte krank werden, ich könnte von einem Blitz getroffen werden, ich könnte sterben. Es ist die Angst vor dem Leben.

 

Wer Angst vor dem Leben hat, lebt nicht. Er lässt leben. Und zwar von jenen, die Schutz bieten. Vom Kollektiv etwa, das sich in der Regel als Staat organisiert. Der Handel ist denkbar einfach: Wer sich dem Kollektiv unterstellt, der wird geschützt. Das Zahlungsmittel bei diesem Handel ist die individuelle Freiheit. Besonders nimmt das Kollektiv als Bezahlung die Freiheit entgegen, selbst zu denken und seine Meinung frei zu äussern.

 

Als Faustregel bei diesem Handel gilt: Je grösser die Bedrohung, desto mehr Freiheit wird aufgegeben. Oder aus Sicht des Individuums: Wer besonders viel Angst vor dem Leben hat, tauscht seine Freiheit noch so gern gegen den Schutz des Kollektivs ein. Die Pandemie ist ein Paradebeispiel dafür. Und wir Menschen können diese Wechselwirkung durchbrechen, indem wir uns auf unsere Natur besinnen.

 

Warum sich vor sich selber fürchten?

Der Mensch wird manchmal krank. Meistens gesundet er, manchmal stirbt er. Alle Menschen sterben. Das liegt in seiner Natur. Im Moment der Krankheit und des Todes ist es angebracht, sich vor dem Unbekannten zu fürchten. Sich jedoch schon präventiv vor Krankheit und Tod zu fürchten, ist absurd. So fürchtet man sich vor der eigenen Natur, sozusagen vor sich selbst. Was nicht nur krank ist, sondern auch krank macht.

 

Wenn ich keine Angst vor Krankheit und Tod mehr habe, dann ist auch die Pandemie keine Bedrohung mehr. Wie überwinde ich nun aber meine «Könnte»-Angst? Ganz hilfreich ist es, den Menschen als ganzheitliches Wesen zu verstehen – bestehend aus Leib, Seele und Geist. Damit relativiert sich unsere rein körperliche Existenz auf einen eh zeitlich befristeten Aufenthalt in dieser Welt.

 

An einen solchen befristeten Aufenthalt erinnern wir uns Jahr für Jahr: Weihnachten und Ostern, Geburt und Tod von Jesus Christus. Die Hauptbotschaft Christi: Fürchte dich nicht vor dem Tod. Wir Menschen können den Tod und damit auch die Angst vor dem Leben überwinden. So werden all unsere Lebenskräfte für das Gute frei. Es entsteht die menschliche Liebe – mit der Kraft, die Welt zu ändern.